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Immobilienfinanzierung··6 Min Lesezeit
Haushaltsrechnung für die Wohnbau-Finanzierung: Vorlage und 7 Stolperfallen
Was die Bank in der Haushaltsrechnung sehen will — und welche Positionen Sie besser realistisch ansetzen, damit die Finanzierung später nicht eng wird.
Die Haushaltsrechnung ist der unscheinbarste Teil der Kreditakte — und der, an dem Finanzierungen am häufigsten scheitern. Seit der KIM-Verordnung schaut die Bank genauer hin als noch vor wenigen Jahren.
Welche Einnahmen zählen?
- Netto-Gehalt 14× → Banken rechnen meist 12×, manche 13×.
- Familienbeihilfe nur, wenn dauerhaft (Kind < 16).
- Mieteinnahmen nur mit 70–80 % Ansatz (Leerstandsrisiko).
- Selbständige: 3-Jahres-Schnitt aus den letzten ESt-Bescheiden.
Welche Ausgaben werden angesetzt?
Banken arbeiten mit Pauschalen (oft 800–1.000 € pro Erwachsenem + 250–400 € pro Kind), aber Ihre realen Fixkosten sind oft höher. Setzen Sie selbst eine realistische Zahl an, sonst werden Sie nach 6 Monaten überrascht.
Vorlage zum Mitrechnen
- Strom, Heizung, Wasser, Müll, GIS
- Versicherungen (KFZ, Haushalt, Lebensversicherung, private Kranken)
- Mobilität (Sprit, Öffi-Karte, Service)
- Lebensmittel + Drogerie (realistisch je nach Haushaltsgröße)
- Internet, Handy, Streaming
- Hobbies, Sport, Urlaub (Jahreswert / 12)
- Kinder: Hort, Nachhilfe, Musikschule, Sport
7 Stolperfallen
- Leasingraten vergessen — die Bank sieht sie in der KSV-Abfrage ohnehin.
- Bestehender Konsumkredit nicht angegeben → Vertrauensverlust.
- Unterhaltszahlungen nicht angesetzt.
- Künftige Betriebskosten der Immobilie unterschätzt (4–5 €/m² Jahr).
- Instandhaltungsrücklage nicht eingeplant (1 % vom Objektwert/Jahr).
- Karenz/Bildungskarenz nicht berücksichtigt.
- Pufferzeile vergessen — < 300 € „freie Spitze" wird heute meist abgelehnt.
Gerne machen wir die Haushaltsrechnung gemeinsam mit Ihnen — vor dem Bankgespräch. Termin: kontakt/termin.